von Ambival am 07 Mar. 2010 11:37
|
Natürlich ist Frau Matthies beizupflichten, dass es unbedingt einer Aufklärung über „Hirntod und Organspende“ bedarf. Das geschieht – wie Sie selbst erleben durften – nur recht einseitig. Organübertragungen sind seit einigen Jahrzehnten möglich und haben inzwischen ein gewisses Anspruchsdenken befördert. Wer sich kritisch oder gar gegen sie ausspricht, gerät in den Verdacht, unmoralisch zu sein. Oder übertreibe ich da?
Dass für die Entnahme der Organe „Technik“ und „Chemie“ eingesetzt werden, sollte aber nicht überraschen. Der Organismus muss bis zur Explantation intensiv(medizinisch) „am Laufen“ gehalten werden, sonst kann man die Organe nicht mehr verwenden. Die Gabe von „Narkosemitteln“ dient nicht der Unterdrückung von möglichen Schmerzen, sondern der notwendigen Entspannung der Muskeln. „Hirntod“ beinhaltet schon, dass das Gehirn keine Signale – auch keine Schmerzsignale – mehr verarbeiten oder hervorbringen kann. Wir können uns das nur schwer ausmalen, aber fragen sie einen Gelähmten… Schmerzen sind nun einmal an Nervenbahnen und Gehirn gebunden.
Fälle, wie sie der Film zeigt, sind erschreckend. Sie sehen, was es heißt, wenn sich ein Mechanismus verselbständigt. Da will man die Quote halten und empfindet Stolz, weil man das Krankenhaus ist, das die meisten Organe „abliefert“. In Deutschland ist ein solcher Fall aber nur schwer vorstellbar, denn während in Polen der Hirnstamm schon die entscheidende Rolle spielt, gilt in Deutschland der „Ganzhirntod“. Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm müssen erloschen sein.
Uns allen hier weiterhin einen guten Austausch…
|
|
|
Beitragsbewertung:
|
|
|
|